„Cloudy, windy, sometimes rainy…“ Laugavegur und Kjalvegur 2011 – Teil 3

Pverbrekknamúli – Pjófadalir

In der Frühe ist es noch bewölkt…

…kurze Zeit später werde ich für die windige Nacht entschädigt.

Das Wetter ist traumhaft. Strahlend blauer Himmel und der Blick geht bis zum Horizont. Der Weg ist einfach, der Wind mild…es geht vorbei an schneebeckten Bergen…

…das Eis schimmert blau im Sonnenlicht…

…am liebsten würde ich noch drei Wochen weiterwandern. Die Etappe endet in einem grünen Tal, mit einer winzigen gelben Hütte.

Drinnen sitzen drei isländische Biologen, die hier in der Gegend mehrere Messungen durchführen wollen. Ziel ist es zwischen Schäden durch Klimaerwärmung und durch Bewirtschaftung(dort hauptsächlich Schafe) zu unterscheiden. Sie laden mich zum Mittagessen ein, frisches Gemüse, süße Kartoffeln und Reis. Gegen Abend trudeln die 5 Belgier ein, gemeinsam wir gekocht, danach versuchen wir auf den nächstgelegenen Gipfel zu steigen…

…müssen aber nach 3/4 des „Weges“ aufgeben. Der Fels ist bröckelig und es wird zu steil…der richtige Pfad ist nicht in Sicht. Das nächste Mal vielleicht

Pjófadalir – Hveravellir

Am nächsten morgen geht es das letzte Stück nach Hveravellir…ungläubig stehe ich nach kurzer Zeit vor den heißen Quellen…das Ende meiner Reise kommt schneller als gedacht.

Nach dem Bad im heißen Algentümpel (natürlich nicht so schön wie in Landmannalaugar 😉 ) bestaune ich den Sonnenuntergang…

…die Nacht wird frisch. Aber ein heißer Kaffee und die ersten Sonnenstrahlen wärmen mich schnell wieder auf…

Das Wetter bleibt sonnig.

Und der Geysir zeigt sich von seiner besten Seite.

Am Campingplatz in Reykjavik angekommen merke ich, dass mein Zeltgestänge im Bus geblieben ist. Ich improvisiere mit zwei Trekkingstöcken…

…naja…solange es nicht windig wird. Am nächsten Morgen frage ich deshalb bei der Campinginfo nach, die telefoniert ein wenig und sagt mir, dass ich mein Gestänge morgen beim Sterner Hauptquartier(etwa 30min Busfahrt) abholen kann. Leider ist es dann doch nicht dort, aber der Busfahrer schmeißt das Gestänge dann doch noch abends um 7 am Campingplatz raus! Mission erfüllt. Die Nacht ist kurz, per Flybus geht es zum Flughafen und schon sitze ich im Flieger.

Und das ist leider das Ende meiner Islandreise. Für nächstes Jahr ist eine Nord/Süd Durchquerung geplant, für die schon einige schöne Reiseberichte hier im Forum existieren. Den Jökulsárlón würde ich auch gerne sehen und natürlich den Vogelfelsen auf der Halbinsel.

Kurz zur Ausrüstung

Zelt: „Was für eine dämliche Idee mit einem offenen einwändigen Zelt durch Island zu wandern?!“
Leider konnte ich vor der Tour kein anderes Zelt mehr kaufen. Es war eigentlich wie ich erwartet hatte. Zwar zog der Wind durchs Zelt, dafür hatte ich noch einen Biwaksack dabei, aber das Squall2 ist ziemlich windstabil. Kondens hatte ich keine. Zwei der Zeltösen(Druckknopfsystem) hat es in der einen stürmischen Nacht aufgewackelt, ansonsten hat es das Zelt ohne Schaden überstanden.
Das nächste Mal werde ich ein Zelt mitnehmen, das sich bis zum Boden abspannen lässt, das einzige Manko des Squall.

Schlafen: Mit dem Golite Ultra 20° über und der Ridgerest+Neoair unter mir habe ich die drei Wochen nicht wirklich gefroren.

Essen: Ich hatte etwa 600g pro Tag dabei. Morgens meistens Müsli mit Milchpulver, dazu frisch gebrühten Kaffee, Mittags meistens ein paar Riegel(Oatsnack) und abends Nudeln und Couscous. Ansonsten hatte ich noch 500g Käse, ca. einen halben Liter Olivenöl, Tortillafladen und Schokolade für etwas Geschmack und Abwechslung dabei. Hungern musste ich nicht, habe aber im Verlauf der Tour etwa 6kg abgenommen (bei ausreichenden Reserven).

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Harz – Auf dem Goetheweg zum Brocken

Der letzte Eintrag ist schon lange her, mittlerweile ist Weihnachten vorbei und das neue Jahr ist angebrochen.

Leider habe ich im Moment nur sehr wenig Zeit, da ich mich auf mein Physikum vorbereite…Unmengen an Stoff und immer weniger Zeit, das Übliche also 😉

Es war eine sehr kurze (12 Stunden inkl. Anfahrt), dafür intensive und spaßige Tour. Vor allem die Stille und die Zeit zum Nachdenken haben gut getan und ich kann jetzt wieder motiviert in meine Lernwoche starten.

Brocken in der Dämmerung

Auf dem Brocken

Gipfelfoto

Den Rest der Fotos gibt es HIER

Und ich gehe zurück an den Schreibtisch…wenigstens schneit es wieder in Giessen 🙂